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Edvard Grieg in Leipzig PDF Drucken E-Mail
Edvard Grieg im Alter von 15 Jahren
Edvard Grieg
im Alter von 15 Jahren
Edvard Grieg hat sich ein halbes Jahrhundert lang, vom Beginn seines Studiums am Leipziger Konservatorium im Jahre 1858 als Fünfzehnjähriger bis zu seinem Todesjahr 1907, mit Leipzig verbunden gefühlt. Es war besonders das reiche Musikleben dieser Stadt, das Grieg anzog, die Möglichkeit, hier von ausgezeichneten Klangkörpern und Virtuosen neue Werke sowie eigene Kompositionen in hervorragender Interpretation zu hören. Und es war der gesellige Umgang mit Musikern und musikinteressierten Persönlichkeiten, der Grieg an Leipzig band. Hier lernte er auch  Johannes Brahms und Peter Tschaikowski kennen, die beide seine Freunde wurden. Wenn sich Grieg während der Konzertsaison oft mehrere Wochen, mitunter bis zu einem halben Jahr, in Leipzig aufhielt oder wenn er auf seinen Reisen nach oder von Rom, Paris, Prag, Wien oder Karlsbad die Möglichkeit eines Kurzaufenthalts in Leipzig nutzte, so konnte er mit der steten Gastfreundschaft der Leiter des Musikverlages C. F. Peters rechnen. Dem Verlagsleiter Max Abraham hatte sich bereits in Griegs Frühwerken aus der Konservatoriumszeit, den Klavierstücken op.1 und den Liedern op.2, die hohe Begabung des jungen Grieg angedeutet, so dass er sie drucken ließ. Auch fast alle späteren Werke Griegs wurden vom Peters-Verlag publiziert. Dabei entwickelte sich zwischen Max Abraham, seinem Nachfolger Henri Hinrichsen und Edvard Grieg ein festes, lebenslanges Freundschaftsverhältnis. Die Gastfreundschaft der Verleger umfasste außer der Bereitstellung eines Arbeits- und eines Schlafraumes für Grieg und seine Frau u.a. auch die Gestaltung von geselligen Zusammenkünften mit Komponisten und Interpreten, die Besorgung von Karten für Leipziger Opernaufführungen und Konzerte sowie für die erste Gesamtaufführung von Richard Wagners Ring-Tetralogie in Bayreuth, ferner die oft aufwendige Vorbereitung von Griegs Konzertauftritten in den europäischen Musikstädten. Einen lebendigen Eindruck hiervon vermittelt der beim Musikverlag C. F. Peters von Finn Benestad und Hella Brock 1997 herausgegebene, mit reichen Kommentaren versehene Briefwechsel zwischen Grieg und seinen Verlegern.
 

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