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Neuer Flügel im Musiksalon

Neuer Flügel im Musiksalon

Ein authentischer Grieg-Flügel

Bisher zierte ein Flügel der Firma Duysen aus Berlin (Baujahr 1884) den historischen Musiksalon der Grieg-Begegnungsstätte und leistete uns über 10 Jahre gute Dienste für hunderte Konzerte. Da es in jüngster Vergangenheit jedoch immer wieder zu Störungen und technischen Schwierigkeiten mit dem historischen Spielgerät kam, reifte langsam aber sicher die Erkenntnis, dass wir - um die Qualität unserer Konzerte weiterhin hochhalten zu können - auf ein neues Instrument übergehen müssen.

Vorstandsmitglied Prof. Dietmar Nawroth - Klavierprofessor an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" - und Geschäftsführer Werner Kopfmüller führte der Weg nach Hamburg in die Klaviermanufaktur. Hier schilderten sie unsere Bedürfnislage: Einen historischen Flügel, der nach wie vor im Konzertbetrieb einsetzbar ist wollten wir. Der Hersteller sollte nach Möglichkeit eine Firma sein, die auch Grieg selbst bevorzugte.

Sofort ins Auge fiel den fachkundigen Vereinsmitgliedern ein Flügel der Firma Steinway. Mit seiner Größe und dem charakteristischen Klangvolumen passte er genau in unsere Räume. Zudem war die Hamburger Firma Steinway eine von Grieg sehr geschätzte Adresse, so steht u.a. bis heute im Grieg-Museum Troldhaugen - dem ehemaligen Wohnhaus des Komponisten - ebenfalls ein Steinway-Flügel. Gebaut im Jahre 1901 entstammt das Instrument genau jener Epoche, in der auch Grieg aktiv war. Insofern kommen wir dem Ideal, in unserem Musiksalon einen authentischen Grieg-Klang zu präsentieren, ein Stückchen näher. Seit dem 23. Juli befindet sich der B211-Flügel nun in der Talstraße und lädt zum Aufspielen.

Premierenkonzert mit dem neuen Flügel

Bariton Modestas Sedlevicius (r.) und Pianist Clemens Müller (l.) nach dem Premierenkonzert mit dem neuen Flügel

Am 18. Oktober war es endlich soweit. Nach einer halbjährigen Corona-bedingten Betriebspause kehrten wir wieder zu unserem Jahresprogramm zurück. Bariton Modestas Sedlevicius und Clemens Müller am Klavier präsentierten ein Programm unter der Überschrift "Lieder eines fahrenden Gesellen". Neben den Liedern über einen "in die Welt hinaus ziehenden" aus Franz Schuberts Schwanengesang erklangen auch Werke Griegs, Gustav Mahlers und Hugo Wolfs.

Besonders der Klangwelt der Lieder Mahlers und Wolfs kam der neue "Sound" des Flügels sehr zugute. Bis in die letzte Reihe drang der einnehmende und raumfüllende Ton des Instrumentes vor. Im durch die Hygienebeschränkungen nur zu knapp einem Drittel besetzten Raum war das Konzert so auf allen Plätzen ein Erlebnis.

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