A Little Anger in a Glass of Cool
Wo ist Wut hässlich und zu vermeiden, wo ist sie ein nötiger Schritt für Heilung oder für Veränderung? Einer nüchternen Betrachtung scheint sie sich immer wieder zu entziehen, also wagt sich die Gruppe BLAME an eine sinnliche Auseinandersetzung: In einem szenischen Konzert beginnt die Annäherung, eine Reise an die Orte, wo Frust entsteht, wo wir aufbegehren und unsere Form verlieren. Wenn doch endlich jemand das Porzellan zerbrechen würde!
Geige,Bratsche und Klavier bieten dabei einen klanglichen Nährboden, bestehend aus bekannten und ganz neuen Klängen, die dann über live-Elektronik und Effekte noch mal ganz andere Formen annehmen. Die drei Musiker:innen werden in drei Wutportraits in ihren Rollen bestärkt, verhaftet oder verwirrt durch eine Szenographie mit Kostümen und Licht, das sich einmischen und vielleicht genau dorthin leuchten, wo man eigentlich nicht hinschauen will. Frustration entsteht hier durch Gefängnisse innerer und äußerer Natur. Verdammte Axt. Wenn, und nur wenn wir den nötigen Abstand erreichen, wird sich vielleicht eine Formel gefunden haben: Mit der Wut im Rücken am Ziel vorbei ins Glück.
Dieses Projekt wurde gefördert durch: Der Senator für Kultur Bremen, Musikfonds, Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
Lukas Stubenrauch - Bratsche, live elektronik
Aline Sarah Müller - Violine
Mathieu Bech - Piano, Schlagzeug, Synthesizer, Toy piano
Bianca Belck - Bühne, Kostüm
Eike Buff - Bühne, Licht