»Die Blaue Blume erklingt«
Kunstlieder mit Gitarre von Komponistinnen der Romantik
Der Nachmittag ist einer oft überhörten Stimme der Musikgeschichte gewidmet: jener von Komponistinnen, die im frühen 19. Jahrhundert für Gesang und Gitarre schrieben und deren Werke bis heute nur selten auf der Konzertbühne erklingen. Im Mittelpunkt stehen musikalische Annäherungen an die poetische Welt von Ludwig Tieck, Johann Wolfgang von Goethe oder Novalis, komponiert unter anderem von Louise Reichardt, die mit den Dichtern persönlich verbunden war. Ergänzt wird das Programm durch Lieder auf Texte weiterer Dichter*innen sowie durch Solowerke für Gitarre aus derselben Zeit. Die intime Kombination von Gesang und einem originalen Instrument des neapolitanischen Gitarrenbauers Gennaro Fabricatore aus dem Jahr 1823 lässt die Sehnsucht, Innerlichkeit und mystische Symbolkraft der Gedichte dabei in einer einmaligen Klangästhetik aufscheinen.
Werke u.a. von Bettine von Arnim (1785–1859), Helene Liebmann (1795–1869), Emilie Zumsteeg (1796–1857) und Maria Szymanowska (1789–1831)
Duo Oublivoque
Marie-Therese Mehler, Gesang
Jörg Holzmann, romantische Gitarre